Drei-Almen-Runde über Joggelealm – Kerschbaumer Alm und Wurzer Alm

Unsere Schneeschuhwanderung startete mit einem kleinen Missgeschick, einem verlorenen Grödel nach einem Tritt in ein Schneeloch. Ich bemerkte den Verlust allerdings erst weiter oben als der Steig hart und rutschig wurde. Ich hätte den Verlust wohl schon hingenommen, aber Frauen geben nicht so schnell auf. Anni und Waltraud kehrten um, Waltraud hatte sich offensichtlich das Schneeloch gemerkt und sie wurde prompt fündig. Wie eine Trophäe konnten sie mir im steilen Gelände das verlorene Grödel überreichen. Danke! Steil und zum Teil schneefrei und etwas eisig war der Steig bis zum Waldrand Richtung Jogele Alm. Oberhalb der Waldgrenze bot sich uns eine fantastische Winterlandschaft, zumal sich auch das Wetter besserte. Nicht viele höhere Lagen in Südtirol sind derzeit mit so viel Schnee gesegnet wie Ridnaun. Die vielen Spuren der TourengeherInnen in Richtung Einachtspitze waren dafür der Beweis. Nach der Jogele Alm war das nächste Ziel der Stollespitz, eigentlich ein Hügel, aber die Schneewechte lieferte beeindruckende Fotos einer Gratwanderung. Nach der Mittagsrast bei einer Schupfe in der wärmenden Sonne gingen wir über die weiten Hochflächen weiter zur Kerschbaumer Alm und dann weiter auf einen schönen Aussichtspunkt mit Kreuz ohne Namen – auch der Wirt der Wurzeralm konnte nicht helfen. Die Hüttenfahne der Wurzeralm zeigte uns schon das nächste Ziel unserer Wanderung. Nach angenehmer Runde in der Alm – der leutselige, geschäftstüchtige und um Sprüche nicht verlegene Wirt hatte dabei auch seinen Anteil – und nach einem oder zwei Abschiedsschnapsln ging es dann talwärts. Nach einer Stunde im Abstieg über die Rodelbahn oder auf Abkürzungen kamen wir alle gut gelaunt und zufrieden am Ausgangspunkt an.

Tourenbegleiter: Sepp

© Sepp Lechner