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Tourenbericht – Überschreitung Martelltal – Ultental – Flimkanzel 3.115m – Tuferspitz 3.097m

By 7. November 2021November 22nd, 2021No Comments

Genau zum Hochunserfrauentag bescherte und das sonst in diesem Jahr so unstabile Wetter einen schönen Bergtag, mit viel Sonne und warmen Temperaturen. Auch die Gewitter warteten bis in die Abendstunden, auch wenn es in einigen Gebieten schon am frühen Nachmittag einige Regenschauer gab – uns aber zum Glück nicht betrafen.

Das war auch gut so, denn wir waren ziemlich lange auf den Beinen, galt es doch vom Martelltal ins Ultental zu gelangen, unterwegs die beiden Flimseen mit deren türkisfarbenem Wasser zu bestaunen und schließlich weglos mehr oder weniger auf dem Nordrücken über verblocktes Gelände der Flimspitze entgegen, was Schweiß und noch mehr Aufmerksamkeit kostete, denn die Steinblöcke waren sehr bewegungsfreudig. Umso mehr konnten wir beim Gipfelkreuz das auf einem großen Steinmann thront, die Rundumsicht genießen. Der Weiterweg führte uns immer am Kamm entlang Richtung Osten zur etwas niedereren Tuferspitze, ab wo wir wieder auf markierten Steig trafen und diesem folgen konnten. Nach der zweiten Gipfelrast ging es nur mehr bergab, zum Flimjoch und durch das Flatschbergtal zu den Pilshöfen, wobei eine Stärkung bei der Oberen Flatschbergalm nicht fehlen durfte. Müde aber zufrieden bestiegen wir den Autobus, der uns sicher und ohne Verspätung wieder nach Bozen brachte.

Diese Tour wurde als #MeinHausberg – Tour ausgeschrieben/angeboten, was bedeutet dass der AVS versucht Touren in der Umgebung des Wohnortes aber auch Berg- und Hochtouren durchzuführen bei welchen, wenn möglich ausschließlich Öffis benutzt werden. Wir Bergsteiger erzeugen somit durch unsere Freizeittätigkeit weniger klimaschädliche Abgase und schonen bei An- und Rückfahrt unsere nähere Umgebung die auch Erholungsraum sein kann. Auch wenn wir für Touren mit Öffis ein wenig mehr Anfahrts- und Rückfahrtzeit brauchen, so lohnt es sich trotzdem, denn unsere Erfahrung hat uns gezeigt dass es sehr angenehm sein kann nach einer Tour die Füße lang auszustrecken und sich nicht auf den Verkehr konzentrieren zu müssen. Die Fahrpläne der Öffis werden von Jahr zu Jahr besser, die Anfahrt am Sonntag ist zwar leider manchmal noch etwas spät angesetzt und die Rückfahrt etwas zu früh. Aber ich/wir haben auch bemerkt dass Öffis manchmal frühmorgens (z.B. am Samstag) des Öfteren mit nur ein bis zwei Fahrgästen unterwegs sind. Es liegt auch an uns die Öffis vermehrt zu verwenden damit bei größerer Auslastung das Angebot weiter ausgebaut werden kann. Ich/wir hoffen dass wir durch unsere positiven Erfahrungen mit Öffis immer mehr Bergbegeisterte Vereinsmitglieder und andere dazu motivieren können unserem Beispiel zu folgen.

Diese schöne Überschreitung mit deren Seen und Gipfeln wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.

Der Tourenleiter Stefan Cappello

Fotos: Stefan Cappello