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Tourenbericht Zanskarexpedition

Tourenbericht Zanskarexpedition
 
 
16.08.2009 -
Unsere Zanskar - Expedition ist erfolgreich durchgeführt worden. Hier dazu einige Details
1. Tag Flug Venedig-Istambul-Delhi.

2. Tag Flug Delhi - Leh und zum Hotel und am Nachmittag Besichtigung der Shanti Stupa im westen von Leh.

3. Tag Fahrt nach Hemis, Besichtigung des reichten Klosters von Ladak mit seinen 500 Mönchen.Schätzungsweise ein viertel aller in Ladak kultivierten Äcker sind im Besitz des Hemisklosters. Weiterfahrt nach Sumdo und dort begann unser Trekking zu Fuß und mit Pferd. Von Sumdo ging es leicht aufwärts nach Chukirmo. Durch kleine Gehöfe und Gerstenfelder schlängelt sich der Wanderpfad durch die kahle Berglandschaft. Wo Wasser ist, sind Felder im grünen Kleid, wo kein Wasser hinkommt, befindet sich eine pittoreske und einmalig schöne Ödlandschaft. In Chukirmo, an einer räumigen Anhöhe, in ca 4000m Höhe, wurden die Zelte aufgeschlagen. Meine Gruppe befand sich in gesundheitlich gutem Zustand, sodass wir beschlossen, am nächsten Tag den Konmaru La von 5200m anzugehen.

4. Tag. Sofort nach dem Zeltplatz ging es durch eine enge Schlucht. Das Gestein schimmert in verschiedene Farbtöne und wird nie langweilig. Nun geht es etwas steiler über Almen und leichten Grasbewuchs höher. Zuletzt steigt der weg steil an und man erreicht den Pass. Wir sind alle ganz schön müde, aber die Aussicht ins weite Markatal entschädigt allemal die Mühen und Strapazen. Gegenüber thront der vergletscherte Kang Yatze mit über 6.000m. Fantastisch die sanften Gletscher, die zu den Almen nach Nimaling drängen. Dort stehen unsere Zelte und wir übernachten bei Vollmond auf dieser prächtigen Alm, die auch von Nomaden benutzt wird. Wir sind nur die Eindringlinge!

5.Tag. Ein böses erwachen! Waltraud hat ein Lungenödem. Sie röchelt und rasselt wenn sie spricht. Es geht ihr nicht gut. Alarmstufe rot. Wir legen sie in einem Drucksack, aber der Erfolg ist nach 1,5 h nur mäßig. Das Pferd ist bereit und sie wird sofort ins tiefere Markatal gebracht. Der Weg ist zuerst ein leichtes bergab und auf, vorbei an bizarren Erdpyramiden und nach ca. einer Stunde geht es endlich abwärts. Manna, unser Sirdar, hält Waltraud am Linken Arm, ich am recht. Das Pferd schreitet den Weg in der Mitte, wir müssen über Stock und Stein, Gefälle und Hang. Es ist mühsam. Waltrauds Zustand verschlechtert sich und zu Mittag erreichen wir Hamkar. Dort wird sie in ein Gästehaus gebracht und kann sich ausruhen. Sie wird, nach reichlicher Nachfrage, Medikamentös behandelt, sodass sie am Nachmittag die Strecke bis kurz vor Humlung schafft. Der Zustand bleibt Stationär. Wir sind alle guter Hoffnung, dass sie es schafft.

6. Tag. Johanna verbrachte die Nacht mit Waltraud. Ihr Zustand ist gleich geblieben, Heute aber hat sie einen weiten Ritt, denn es geht bis Skyu. Zuerst ging der Weg über eine Felskuppe, durch das Dorf Humlung, dann bis Marka. Vor Marka wird der Fluss durchquert, auch wieder ein Abenteur. Norbert hätte beinahe ein unfreiwilliges Bad im Gletscherbach genommen. Die Strömung hatte er etwas unterschätzt. Karl hat mich heute als Aufpasser von Waltraud abgelöst, sodass ich die wunderbare Landschaft genießen kann. Meine Frage ist, ob der Grand Canyon schöner sein kann. Ich war noch nie dort, aber das Markatal ist faszinierend! Nach jeder Ecke was Neues. Verschiedene Felsformationen, oder Felsnadeln, verschiedene Farben, andere Strukturen. Immerhin der Weg nach Skyu ist weit und staubig. Auch meiner Armbanduhr zeigte das Thermometer über 42 Grat an und die Sonne brannte erbarmungslos herunter. Endlich nach ca. 25 km Luftlinie in Skyu. Die Zelte stehen am Markafluss und wir nehmen ein kühles Bad. Endlich frisch und einiger Maßen sauber. Für Waltraud war es ein harter Tag, aber er ist noch nicht zu Ende, denn zwei Helfer kommen von außen. Sie muss nochmals zwei Stunden reiten um nach Chiling zu gelangen. Dort steht ein Taxi zur Verfügung, das sie schnellstens ins Krankenhaus nach Leh transportiert. Manu hat in Nimaling Kontakt aufgenommen und die Rettungsaktion gestartet. Mit Erfolg, wie sich später herausstellte.

7. Tag.Von Skyu geht es nun zum Ganda La. Durch ein enges Tal marschieren wir wieder langsam aber stetig bergauf. Vorbei an der kleinen Ortschaft Shingo, sofern man drei armselige Hütten Ortschaft nennen kann, und weiter oben an der Alm bauten unsere Helfer die Schlafzelte, samt Küchenzelt und Aufenthaltszelt auf.

8. Tag. Nun geht es hinauf zum Ganda La, passieren den Pass und wieder geht es in einer interessanten Landschaft abwärts nach der kleinen grünen Insel Namens Rumbak. An einem staubigen Platz oberhalb des Dorfes wird kampiert. Wie üblich gibt unser Koch sein Bestes und serviert uns Speisen an denen wir uns laben.

9. Tag. Nun geht es hinauf zum Stok La. Über viele Serpentinen, durchzogen von kleinen Graten, erreichen wir den Passvon ca. 4.900m Höhe. Durch eine Eigenartige Formation von Gestein und Graten geht es abwärts nach Hamlung. Wieder übernachten um am nächsten Tag ins Basislager vom Stok Kangri zu steigen.

10. Tag. Hinauf ins Basislager auf ca. 4900m. Über einen kleinen Pass und einigen Bachdurchquerungen folgen wir den Weg. In ca 5 h erreichen wir den schönen Aussichtsplatz.

11. Tag. Wir haben einen Ruhetag eingelegt. Eine kleine Gruppe geht am orogr. Ufer des Berges hoch und verweilen eine Weile. Karl, unser Konditionsboy, erreicht den Gipfel.

12. Tag. Wecken um 1.00 Uhr und Start für den Stok Kangri um 1.30. Ein kühler und anstrengender Tag steht bevor. Zuerst über die Rampe hinauf, dann den langen Weg zum Gletscher. Nur nicht zu schnell; fast alle sind voraus. Die drei Franzosen haben es besonders eilig; sie zischen nur an uns so vorbei. Am Gletscher brauche wir keine Steigeisen. Er ist eher flach und griffig. Bald verlassen wir ihn und gehen weiter eine Schutthalde hinauf. Diese zieht sich bis zum Schneefeld hoch. Nun kommt der Morgen und wir können unsere Stirnlampe in den Rucksack packen. Am Schneefeld müssen die Steigeisen aber unter die Schuhe. Die Querung geht langsam, aber stetig vor sich. Bald sind wir auf dem Grat. Peters Schritte sind der Höhe angepasst. Langsam aber stetig marschiert er voran. Die Sonne kommt hoch und wärm die Luft. Sie ist nicht besonders kalt. Am Grat geht es zwischen Sonne und Schatten, ein Spiel unterschiedlicher Lichtverhältnisse. Schritt für Schritt, ein Atemzug nach dem anderen; langsam aber andauernd. Vom Schatten ins Licht, vom Licht in den Schatten, ein Spiel am Grat. Aber dann, das letzte Mal, vom Schatten ins Licht. Der Gipfel. Ein herrliches Gefühl! In ersten Gedanken nicht mehr nach oben zu steigen! Berg Heil, unsere Gruppe ist mit 6 Personen um 7.00 früh am Gipfel. Norbert kommt etwas später nach. Und noch was, wir sind ja fast die Ersten; wo sind die schnellen Franzosen? Die Sehen wir beim Abstieg. Wir folgen der Aufstiegsspur. Zum Mittagessen sind wir wieder im Basislager. Unser Koch war auch am Gipfel aber trotzdem empfang er uns mit einer ausgiebigen scharfen Suppe.

13. Tag. Zurück nach Hamlung und weiter nach Stok. Die Bachdurchquerungen und die engen Schluchten waren noch etwas Abenteuer. am Abend schlugen wir die Zelte auf und besuchten am späteren Nachmittag den Königspalast.

14. Tag. Schon in der Früh holten uns die kleinen Busse ab und wir fuhren die ca. 14 km nach Leh. Dort ging es endlich so richtig unter die Dusche und am Nachmittag schlängelten wir durch die Stadt, zum Königspalast und zur Burgruine.

15. Tag: Abreise, bzw Flug nach Delhi.
Verhältnisse
Am Stok Kangri ist die Südflanke fast ausgeapert. Wir wollten die direkte Wand bis zum Gipfel hoch, aber die gibt es inzwischen nicht mehr. Ein oberer Zwischenteil ist komplett ausgeapert und mit einem Steingürtel durchsetzt



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